Energieeffizienz als zentrales Thema der Elektronik
21. Mai 2026
- Schlüsselthema in allen Branchen und Anwendungsbereichen
- Zusammenspiel ganzer Systeme entscheidet über Effizienzgewinn
- Hersteller treiben Energieeffizienz in Elektronik, Automation und Industrieapplikationen voran
Das Thema der Energieeffizienz ist kein neuer Trend der Elektronik-Branche. Jedoch wachsen die Anforderungen, angetrieben von steigenden Strompreisen, regulatorischem Druck sowie dem zunehmenden Bedarf an energieeffizienten Komponenten für Systeme, Leistungselektronik oder IoT-Geräte. Vom 10. bis 13. November 2026 trifft sich die internationale Elektronik-Branche auf der electronica, um aktuelle Trends rund um das Thema Energieeffizienz zu diskutieren.
Die Debatte über die Energieeffizienz erfasst inzwischen die gesamte Elektronik-Wertschöpfungskette: Sie reicht von Halbleitern, Stromversorgung und Embedded-Systemen bis hin zur Elektromechanik und industrieller Verbindungstechnik. Wie sich Energieeffizienz am besten umsetzen lässt, zieht sich dabei durch nahezu alle Einsatzbereiche, von Consumer- über die Automobilelektronik bis hin zu industriellen Systemen und Geräten.
Die electronica als Weltleitmesse und Konferenz für Elektronik bringt die Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette zusammen, um über technische Herausforderungen sowie aktuelle Trends der Energieeffizienz zu diskutieren. „Energieeffizienz wird für die Elektronik-Branche zu einer zentralen Anforderung. Auf der electronica zeigt sich, dass effiziente Produkte heute in nahezu allen Bereichen gefragt sind – von der Elektromechanik über die Automation bis hin zu vernetzten industriellen Applikationen“, sagt Caroline Pannier, Projektleiterin der electronica.
Energiekosten sinken dank effizienter Elektronik
Aktuelle Studien zeigen, dass die Energieeffizienz in unterschiedlichen Industriezweigen an Bedeutung gewinnt. Im Automotive-Bereich belegt der Global EV Outlook 2026 der IEA, dass die Elektromobilität weiter an Dynamik gewinnt: 2025 wurden weltweit mehr als 20 Mio. Elektroautos verkauft, damit wird bereits rund jedes vierte neu-verkaufte Auto elektrisch angetrieben. Mit dieser Entwicklung steigt der Bedarf an energieeffizienter Elektronik – von der Leistungselektronik, über die Ladeinfrastruktur bis hin zur Batterietechnik.
Eine Studie von Fraunhofer zeigt, dass moderne Technologien die Energieeffizienz verbessern. So wird trotz steigenden Datenvolumens der Energiebedarf der Mobilfunknetze in den kommenden Jahren lediglich moderat zunehmen. Auch in anderen Bereichen wie der Elektronikfertigung rückt die Energieeffizienz stärker in den Fokus: McKinsey kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Energiekosten für Halbleiterfabriken durch Effizienzmaßnahmen um 20 bis 30 Prozent senken lassen.
Energieeffizienz entsteht oft im System
Für die Elektronik-Branche bedeutet das: Energieeffizienz wird sowohl im Produkt selbst als auch in der Produktion zu einem strategischen Faktor. Besonders deutlich ist das im Bereich der Elektromechanik zu sehen. Hier geht es nicht allein um einzelne Bauteile, sondern um das Zusammenspiel von Steckverbindern, Gehäusen, Leitungsführung und Schnittstellen.
Niedrige Übergangswiderstände, eine robuste Verbindungstechnik und EMV-gerechte Auslegung sowie wartungsfreundliche Systeme reduzieren Verluste, erhöhen die Betriebssicherheit und vereinfachen die Instandhaltung. Hiermit richtet sich der Blick zunehmend auf das Gesamtsystem, das per se energieeffizient auszulegen ist, um Energie direkt am Entstehungsort einzusparen.
electronica bietet Plattform für effiziente Elektromechanik
Die electronica bildet die gesamte Wertschöpfungskette der Elektronik ab, daher rückt das Themenfeld Elektromechanik in den Fokus: Aussteller wie Harting, Phoenix Contact oder Weidmüller präsentieren unter anderem Steckverbinder, Relais, Schalter sowie Gehäusetechnik. Harting etwa hebt industrielle Verbindungstechnik für das Übertragen von Daten, Signalen und Strom hervor und konzentriert sich auf Applikationen in den Bereichen Elektromobilität, erneuerbare Energien, Automation und Maschinenbau.
Phoenix Contact zeigt ebenfalls, dass Energieeffizienz bereits im Bereich der Elektromechanik beginnt – etwa bei Steckverbindern, Klemmen, Gehäusen, Stromversorgungen und Schnittstellenlösungen für die Elektrifizierung und Automation. Das Portfolio von Weidmüller umfasst beispielsweise Reihenklemmen, Steckverbinder, Leiterplattenanschlüsse und weitere Komponenten für das sichere Übertragen von Energie, Signalen und Daten. Und der Distributor Arrow Electronics setzt gemeinsam mit seinen Partnern auf den Bereich der Elektromechanik und Hochleistungs-Passivbauelemente, welche die Energiespeicherung und Effizienz verbessern und Verluste in Anwendungen wie Elektromobilität, erneuerbaren Energiesystemen und industrieller Automation senken sollen.
Damit wird deutlich: Besucher, die auf der electronica nach Energieeffizienz suchen, finden das Thema nicht nur bei Halbleitern und Leistungselektronik, sondern ebenso im Bereich der Elektromechanik.
Auf der electronica 2026 zeigen rund 3.500 Aussteller aus etwa 60 Ländern ihre aktuellen Lösungen für den Weg in die All Electric Society. Themen wie Energieeffizienz, Automatisierung und Circular Economy werden dabei auch im Rahmenprogramm und in den Foren aufgegriffen, in denen Teilnehmer technologische Entwicklungen, regulatorische Fragen und nachhaltige Zukunftskonzepte diskutieren.
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