Schlussbericht

electronica zeigt mit digitalem Format starke Präsenz am Markt

17. November 2020
  • 8.253 Teilnehmer am virtuellen Format
  • Internationale Strahlkraft: Auslandsanteil der Teilnehmer bei 52 Prozent
  • Großer Zuspruch für digitales Konferenzprogramm

209 Aussteller aus 25 Ländern präsentierten vom 09. bis 12. November 2020 im Rahmen der electronica virtual, dem virtuellen Format der electronica, Lösungen und Produkte aus der Elektronikindustrie. Insgesamt informierten sich 8.253 Teilnehmer aus 79 Ländern in den virtuellen Messehallen sowie auf den vier digitalen Konferenzen über Innovationen und Trends zum Thema Elektronik der Zukunft.


Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München, zieht nach vier Veranstaltungstagen ein positives Fazit: „Die electronica virtual hat deutlich gezeigt, welch großes Bedürfnis nach fachlichen Diskussionen, Wissenstransfer und Inspiration in der Branche herrscht. Dieses haben wir erfüllt und dem internationalen Publikum nach langer Zeit endlich wieder ein Branchentreffen ermöglicht. All dies dank digitaler Technologien, deren Treiber die Elektronikindustrie ist. Mit Teilnehmern aus 79 Ländern wurde das digitale Angebot weltweit sehr gut angenommen und wird auch künftig ein wichtiger Bestandteil unserer Veranstaltungen sein. Doch der persönliche Kontakt ist unersetzlich. Wir freuen uns schon jetzt auf ein persönliches Wiedersehen hier in München.“

Kurt Sievers, President & CEO von NXP Semiconductors: „Mit dem digitalen Format der electronica konnten wir in diesem Jahr erstmals eine virtuelle Bühne nutzen, um unsere Produkte einem globalen Fachpublikum zu präsentieren und Leads zu generieren. Dieser Austausch zwischen internationalen Unternehmen ist von grundlegender Bedeutung für unsere Branche.“

Leichte Erholung für die Branche nach dem Corona-Tief

Die Corona-Pandemie hatte in der Elektronindustrie zu einem deutlichen Einbruch geführt. Aus Sicht des Branchenverbands ZVEI wurde die Talsohle aber vorerst bereits durchschritten. Vor allem im Bereich Automotive ist im zweiten Halbjahr 2020 ein positiver Trend zu erkennen. Christoph Stoppok, Geschäftsführer Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), hofft auf weitere Besserung: „Wir befinden uns in der schwersten Rezession seit den 1930er Jahren, blicken aber optimistisch in die Zukunft. Ich bin froh, dass wir im Zuge der electronica virtual 2020 die Möglichkeit hatten, uns – unabhängig von coronabedingten Restriktionen – mit der Branche auszutauschen, Innovationen zu erleben und gemeinsam gestärkt voranzugehen.“

Zahlen und Fakten

Auch im digitalen Format vermittelte die electronica virtual einen umfassenden Technologie Überblick. 209 Aussteller aus 25 Länder präsentierten in zwölf virtuellen Messehallen ihre Innovationen. Zu den Ausstellungsbereichen zählten unter anderem Automotive, Embedded Systeme, EMS, Halbleiter sowie Wireless. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, virtuelle Messestände zu besuchen und über Chat-Funktion direkt mit den Unternehmen in Kontakt zu treten. 52 Prozent der insgesamt 8.253 Teilnehmer (Unique Users) kamen aus dem Ausland. Die Top-Nutzerländer waren nach Deutschland (in dieser Reihenfolge): Österreich, Italien, Japan, Großbritannien, Schweiz und USA. Durchschnittlich waren an jedem der vier Veranstaltungstage knapp 4.500 Teilnehmer auf der virtuellen electronica aktiv.

CEO Roundtable zu den Auswirkungen durch Covid-19

„Wohin entwickelt sich die Elektronikbranche in Zeiten von Covid-19 und danach?“ So lautete die Frage beim diesjährigen CEO Roundtable, An der Gesprächsrunde nahm neben Jean-Marie Chery (STMicroelectronics), Gunther Kegel (Pepperl + Fuchs) und Reinhard Ploss (Infineon Technologies) auch Kurt Sievers (NXP Semiconductors) teil, der die aktuelle Situation zusammenfasst:

„Covid-19 hat im ersten Halbjahr 2020 zu erheblichen Umsatzeinbußen geführt. Im Moment sieht es allerdings so aus, als ob unsere Branche diese Krise deutlich besser meistert als zunächst angenommen, und wir können mit Optimismus und Zuversicht auf das Jahr 2021 blicken“

Digitaler Wissenstransfer bei den electronica Konferenzen und Foren

Das Konferenz- und Rahmenprogramm verzeichnete mehr als 16.000 Teilnahmen an den über 250 Vorträgen des Konferenz- und Rahmenprogramms der electronica virtual. Der große Zuspruch unterstreicht den Wunsch der Branche, sich über Trends zu informieren und Wissen anzueignen.

Das Online-Konferenzprogramm umfasste vier große Zukunftsthemen der Elektronik. Die electronica Automotive Conference behandelte Themen wie E-Mobility und Connectivity. In der electronica Medical Conference standen Sicherheit und Mobile Health im Mittelpunkt. Über Machine Learning und Sensoren diskutierten Experten im Rahmen der electronica Embedded Platforms Conference. Der Wireless Congress setzte sich mit der Entwicklung von Systemen und Funkapplikationen in verschiedenen Bereichen wie Automobil, Industrie oder Medizin auseinander. Sechs themenspezifische Foren beschäftigten sich zudem mit den Entwicklungen in den Bereichen Cyber Security, Embedded und IoT, Power Electronics sowie Printed Electronics.

Start-Up-Förderung beim electronica fast forward Award

Zum dritten Mal zeichnete die electronica in Kooperation mit Elektor junge Unternehmen mit zukunftsfähigen Ideen aus. Sieger des electronica fast forward Award 2020 ist das Start-Up AXS Motionsystem. Für ihr ergonomisches Expertensystem zur Bewertung und Qualifizierung von Arbeitsplätzen erhält das ungarische Unternehmen ein Marketingbudget von 75.000 Euro sowie eine kostenlose Standfläche auf der electronica 2022.

Die nächste electronica findet von 08. bis 11. November 2022 in München statt.

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Melanie Daller
Melanie Daller
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